TRÄGER

Träger des Preis der Nationalgalerie für junge Kunst ist der Verein der Freunde der Nationalgalerie. Der 1977 wiederbegründete gemeinnützige Verein unterstützt maßgeblich die Arbeit der sechs Häuser umfassenden Nationalgalerie: Alte und Neue Nationalgalerie, Hamburger Bahnhof, Friedrichswerderscher Kirche, Museum Berggruen sowie die Sammlung Scharf-Gerstenberg.

„Die Nationalgalerie nachhaltig zu fördern und damit an ihrem weiteren Aufbau mitzuwirken“, ist die in der Satzung festgeschriebene Hauptaufgabe des Vereins, die er mit über neunzig Erwerbungen bei einem Gesamtwert von ca. 50 Mio. Euro in den vergangenen zweiunddreißig Jahren umgesetzt hat. Darunter so beutende Kunstwerke wie zum Beispiel „Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue“ von Barnett Newman, die „Skatspieler“ von Otto Dix oder Eduard Gaertners „Ansicht der Rückfront der Häuser der Schlossfreiheit“.

Aus dem zeitgenössischen Bereich wurden in der Vergangenheit u.a. angekauft „Project for the Nationalgalerie“ von Jenny Holzer, Arbeiten von Christian Jankowski, dem Künstlerduo Elmgreen&Dragset, Corinne Wasmuht, Via Lewandowski, Thomas Demand, Michel Majerus und Fiona Tan. Die Ankäufe werden ermöglicht durch die jährlichen Mitgliedbeiträge sowie außerordentliche Spenden der Mitglieder und anderer Mäzene.

Cyprien Gaillard, Gewinner Preis 2011 | Foto: David von Becker
Dieter Honisch und Peter Raue 1978 mit dem Ankauf "Dancing Stars" von Alexander Calder

1984 unterstützte der Verein erstmalig neben den Ankäufen auch ein Ausstellungsprojekt der Nationalgalerie: „Edgar Degas. Pastelle, Ölskizzen, Zeichnungen“. Seitdem wurden mehr als siebzig große und kleine Ausstellungen finanziert und auch organisiert. Die Ausstellung "Das MoMA in Berlin" markiert mit 1,2 Mio. Besuchern den Höhepunkt der über zwanzigjährigen Ausstellungstätigkeit, die von Degas, Toulouse-Lautrec und Gauguin über Max Ernst und dreimal Picasso bis hin zu Kiefer, Baselitz, Twombly, Rebecca Horn, Thomas Demand und Carsten Höller reicht. Höhepunkt des Ausstellungsjahres 2008 war die umfassende Retrospektiven zu den Künstlern Hiroshi Sugimoto, Paul Klee und Joseph Beuys. Im Jahr 2012 war die retrospektive Ausstellung der Werke Gerhard Richters ein enormer Erfolg.

Der im Jahr 2000 erstmalig vergebene Preis der Nationalgalerie für junge Kunst war ein weiterer, tragender Pfeiler im Engagement des Vereins für die zeitgenössische Kunst, welches 2005 durch die Gründung der „Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst“ (www.vfn-stiftung.org) abgerundet wurde. Das aus den Gewinnen der MoMA-Ausstellung gespeiste Stiftungskapital stellt dem Hamburger Bahnhof jährlich einen Ankaufsetat von rund 300 TEUR zur Verfügung.

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